CLOSURE #12 (März 2026)
Die Bildsprache des Comics bietet einzigartige Möglichkeiten, Geschlecht und Sexualität visuell darzustellen. Farben, Formen und Stile können eingesetzt werden, um genderfluide oder non-binäre Figuren und ihr Erleben zu repräsentieren. Medienspezifische Leerstellen verweigern sich einer fixierten und normierten Determinierung. Bereits auf formaler Ebene können Comic-Künstler_innen die Sequenzierung von Panels, Zeichen und Erzählsträngen experimentell umstellen, um non-lineare Erzählstrukturen zu schaffen und so diverse Identitäten in queeren Erzählungen widerzuspiegeln. Bitte weiterlesen.
Call for Papers: Tropes of Comics and Manga — 2. Internationale CLOSURE-Konferenz 2026
Kiel, 19.–21. November 2026
Der Begriff der Trope nimmt eine eigentümliche Stellung zwischen Fan-Kultur und akademischem Diskurs ein — auf Plattformen wie TVtropes.org systematisiert, in der Comic- und Mangaforschung jedoch theoretisch bislang wenig ausgearbeitet. Die Konferenz setzt genau hier an und fragt, wie Tropen über verschiedene Ebenen hinweg funktionieren — von der rhetorischen Figur bis zum Makroplot —, was sie im Comic und Manga medienspezifisch macht und wie sie sich zu Fragen von Serialität, Transmedialität und Ideologie verhalten.
Die 2. Internationale CLOSURE-Konferenz lädt zu Beiträgen ein, die sich diesen Fragen theoretisch, analytisch, historisch oder ideologiekritisch widmen. Abstracts von ca. 300 Wörtern sowie eine kurze biobibliographische Notiz werden bis zum 1. Mai 2026 erbeten an: closure@email.uni-kiel.de. Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch. Weitere Informationen in unserem Call for Paper.

