Call for Papers

CLOSURE: Kieler e-Journal fĂĽr Comicforschung #6 (November 2019)

+++ extended Deadline +++  20.01.2019  +++ extended Deadline +++

Offener Themenbereich
Im Herbst 2019 wird CLOSURE wieder allen Facetten des akademischen Comic-Diskurses ein Forum bieten. Von Kultur-, Bild- und Medienwissenschaften bis zu Sozial- oder Naturwissenschaften und darüber hinaus: CLOSURE setzt auch in seiner sechsten Ausgabe auf Aufsätze und Rezensionen, die den ›state of the comic‹ verhandeln. Ob Detailanalyse, Comic-Theorie oder innovative Neuansätze – für den offenen Themenbereich begrüßen wir möglichst vielseitige Beiträge aus dem interdisziplinären Forschungsfeld ›Comic‹.

Schwerpunkt: »A.I.«
Androiden, Algorithmen, Artificial Intelligence: Das Thema der künstlichen Intelligenz ist präsenter denn je in der öffentlichen Debatte. Von spielerischen Experimenten wie The Next Rembrandt (2016) über die düsteren Prognosen von Elon Musk oder Stephen Hawking, die technologische Singularität würde das Ende der Menschheit einläuten, bis hin zu aktuellen Publikationen von Thomas Ramge (2018), Manuela Lenzen (2018) oder Yuval Noah Harari (2015) – das Spektrum ist vielfältig.

Literatur und Film haben die Phantasien über Robotermaschinen, Androiden und Supercomputer bereits angespielt, und die Forschung hat sich mit beiden Medien ausführlich beschäftigt (BSP), wohingegen die Repräsentation artifizieller Menschen und künstlicher Intelligenz im Comic bislang nicht ausführlich gewürdigt wurde. Das e-Journal CLOSURE möchte sich diesem blinden Fleck in der kommenden Ausgabe widmen und rückt nun Roboter, Androiden, Cyborgs, Transhumanismus und Formen Künstlicher Intelligenz in Comics, Mangas und Graphic Novels in den Fokus. Mögliche Gegenstände sind u. a. Astro Boy (1952-1968), Magnus, Robot Fighter (1963), 2001 Nights (1984-1986), Descender (2017), Pluto (2014), Symmetry (2016), Alex + Ada (2013-2015), Injection (2015-) oder Lescheks Flug (2012). Was zeichnet diese und andere Darstellungen in Analogie oder in Kontrast zu weiteren Medien wie Film oder Literatur aus? Können medienspezifische, historische, systematische oder kulturspezifische Beobachtungen formuliert werden, die sich in Beziehung zu gesellschaftlichen, technologischen oder mythologischen Diskursen setzen lassen?

Mögliche Themenbereiche sind:

  • Transhuman & Posthuman: Wie inspirieren die digitalen/elektronischen/biologischen Entwicklungen die Gattung des Comics?
  • Fetisch & Eros: A.I. und Roboter als Fetisch und Projekt erotische Phantasien; die Charakterisierung der (kĂĽnstlichen) Körperlichkeit als Projektionsfläche
  • Mechanical Otherness & conditio humana: Kämpfen wir gegen die Maschinen, oder die Maschinen gegen uns? Welche Werte und Konflikte werden verhandelt?
  • Asimovs Robotergesetze, Ethik & A.I.: moralische Implikationen, Verantwortung und Rechte fĂĽr A.I. und gegenĂĽber A.I.
  • Autonomie & Agens: Selbstbestimmtes Handeln von A.I.
  • Utopien & Dystopien: Szenarien der Gefahr und Faszination einer A.I.-basierten Zukunft, welche zivilisations- oder technikkritischen Konzepte werden aktualisiert?
  • (Nicht-)Körperlichkeit: In welcher Bildsprache werden körperliche oder nichtmaterielle Formen KĂĽnstlicher Intelligenz gestaltet?
  • Generieren & rezipieren: zur Ăśberwindung des Menschlichen im Comic, seiner Erzählung und Produktion – worin liegt das Potential des A.I.-generierten Comics? Gibt es artifizielle Kreativität?

Bitte senden Sie Ihr Abstract zum offenen Themenbereich oder zum Schwerpunkt (max. 3000 Z. inkl. Leerzeichen) sowie eine kurze bio-bibliographische Angabe bis zum 15. Dezember 2018 20. Januar 2019 an: closure@comicforschung.uni-kiel.de

Die fertigen Beiträge (35.000–50.000 Z. inkl. Leerzeichen) werden bis zum 30. März 2019 erwartet.